Vitamin D3 – Das „Sonnen“- Vitamin in neuem Licht


Der Einfluss von Vitamin D3 auf die Funktionen des Körpers ist weit größer als bisher angenommen. Vitamin D3 ist bekannt für seinen positiven Einfluss auf Knochengesundheit, Herz, Arterien, die Funktion des Immunsystems, Aufrechterhaltung des gesunden Blutzuckerspiegels und die Wahrnehmungsfunktionen.

Vitamin D3 wird aus der Nahrung aufgenommen (in minimalen Mengen) und nach UV Bestrahlung in der Haut gebildet. Das Sonnenlicht ist die beste Vitamin D3 Quelle, allerdings verhindert ein Sonnenschutzmittel die Bildung von Vitamin D3 in der Haut.

Das sonnenarme Winterhalbjahr und der Aufenthalt in geschlossenen Räumen führen zu einem Vitamin D3 Mangel bei fast der Hälfte der deutschen Bevölkerung.

Wie wirkt sich ein Vitamin D3 Mangel aus?

Ein Vitamin D3 Mangel hat weitrechende Auswirkungen:

Schwächung des Immunsystems und der allgemeinen Leistungsfähigkeit, Stoffwechselstörungen, aus denen sich eine Anfälligkeit für chronische Erkrankungen entwickeln kann, Rachitis und Osteoporose werden begünstigt sowie chronische Atemwegsinfektionen.

In Studien konnte nachgewiesen werden, dass Teilnehmer mit Vitamin D3 Mangel dreimal mehr Infektionen der oberen Atemwege aufwiesen als gut mit Vitamin D3 versorgte.

Untersuchungen zeigen, dass Vitamin-D3-Dosierungen von 5.000-10.000 IE für Erwachsene (je nach Körpergewicht) das Immunsystems unterstützen. Obwohl diese Werte weit höher sind als die aktuelle, vor kurzem angehobene empfohlene Tagesdosis, fallen sie noch deutlich unter den Wert von über 20.000 IE, den Ihr Körper täglich produziert, wenn er der Sommersonne ausgesetzt wird.

Erkältungen und Grippe treten zusammen mit jahreszeitenabhängiger Depression während der Wintermonate auf, weil die Vitamin-D-Reserven aufgebraucht wurden und die Immun-, Gehirn- und Nervenfunktionen zu leiden beginnen.

Vitamin D3 Mangel ist auch ein krankheitsfördernder Faktor bei Diabetes. Ein Vitamin D3 Mangel greift tief in die Regulation des Zuckerstoffwechsels ein. Es kommt zu einem Anstieg des Parathormons, dass die Insulinresistenz erhöht und die Insulinausschüttung in der Bauchspeicheldrüse verringert.

Nach Gabe von zusätzlichem Vitamin D zeigten Typ-2-Diabetiker und Nichtdiabetiker mit Vitamin D Mangel eine deutliche Verbesserung der Insulinsekretion. Zugeführtes Vitamin D senkte die Konzentration erhöhter freier Fettsäuren und trug weiter zur Verbesserung der Insulinsensitivität bei.

Folgenschwer ist ein Vitamin D3 Mangel auch für das Herz-Kreislaufsystem. Bluthochdruckpatienten mit Vitamin D3 Mangel haben ein erhöhtes Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt und Herzinsuffizienz. Herzmuskeln weisen spezifische Vitamin D3 Rezeptoren auf. Daran gebunden kann Vitamin D3 dazu beitragen, die Leistung des Herzmuskels zu regulieren und einer übermäßigen Vergrößerung des Herzmuskels entgegenzuwirken.

Im Rahmen einer siebenjährigen Praxisstudie am Herzzentrum Ludwigshafen wurde der Einfluss des Vitamin D Status auf die Herz-Kreislauf-Sterblichkeit untersucht. Das Ergebnis zeigte, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Schweregrad der Herzinsuffizienz und Vitamin D Versorgung gibt. Ein Mangel an Vitamin D war mit einem 2,8fachen Risiko für Tod durch Herzversagen und einem 5-fachen Risiko für plötzlichen Herztod assoziiert. Es scheint sicher, dass eine gute Versorgung mit Vitamin D kardiovaskuläre Störungen verlangsamen und sich positiv auf Herz und Stoffwechsel auswirken kann.

Es wird in der medizinischen Literatur oft erwähnt, dass die derzeitige empfohlene tägliche Menge nicht ausreicht, um gegen viele der Krankheiten zu schützen, die bei höheren Dosierungen von mind. 2000 IE eine schützende Wirkung erbringen. Vitamin D3 Mangel beeinträchtigt das Gleichgewicht von Zink, Eisen und Vitamin A. Dies wird als Teil der Symptomatik von Alzheimer, Parkinson und einigen peripheren Neuropathien einschließlich Restless-Legs-Syndrom angesehen.

Außerdem ist Vitamin D3 gut dokumentiert für die Aufnahmeerhöhung von Kalzium und Phosphor aus dem Dünndarm. Das erklärt, warum Kinder mit ungenügender Vitamin-D-Versorgung einem erhöhten Rachitisrisiko ausgesetzt sind, was zu schlechter Knochen- und Zahnqualität führt.

Vitamin D3 und Magnesium

Zu beachten ist, dass bei der Umwandlung von Vitamin D3 im Körper Magnesium verbraucht wird. Daher ist auf eine gute Magnesiumversorgung zu achten. Hier erklärt sich auch der Vitamin D3 Mangel bei einigen Menschen, die sich viel im Freien aufhalten oder Vitamin D3 ergänzen. Da nicht genügend Magnesium vorhanden ist, kann das Vitamin D3 nicht umgewandelt werden. Die angeblichen Nebenwirkungen von hochdosiertem Vitamin D3 wie Herzstolpern, Kopfschmerzen undMuskelkrämpfe sind eher auf einen Magnesiummangel zurückzuführen, da umso mehr Magnesium verbraucht wird, je mehr Vitamin D3 zugeführt wird.